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Der Tag kommt in den Gang.

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Erstaunlicherweise wölbt sich ein milchig-blauer Himmel über uns, wo doch die Auguren gestern Schietwetter angesagt hatten. Es läutet und gleichzeitig erklingen halbschräge Oboen-Tonleitern aus dem TT-Gewölbe. Das wurde zur Outdoor-Burgkapelle ausgerufen.

Mehr oder weniger aufgeweckt und ausgeschlafen schlappen die Oratorianer über den Burghof. Es noch ewig früh, fünf vor Acht. 13 PET-Flaschen meist viertelvolle Apfelschore, ein leeres Weinglas und eine einsame Oettinger-Bierpulle neben sechs Teelichtgläsern nehmen den Einlauf ab.  

Als erster lugt höchst verlässlich Raphael aus der Burgtür. Er muss ja den Riemen auf die Orgel schmeißen und sich etwas warm einspielen. Das Mozart-Requiem kam ihm gern recht.

Das Singen war ganz kurz am Anfang Thema: „Von den festgelegten Plätzen nach vorn und den musikalischen Abstand von drei Metern einhalten“. Bei zweiten Lied sind die Stimmbänder warm und der Gregor Linßen-Sound kommt umschmeichelt von Oboe und E-Piano gut über die Lippen.

Aus China importiert nimmt die Impulsgeschichte die vordergründige Markellosigkeit in den Blick. Für abends variiert eine entsprechende Bibelstelle das Tagesthema. Eine Jugendburg ist nie markellos. Das wissen die Baustellenleute nur zu genau. Deshalb wird ja gleich wieder geschliffen, gestemmt, gestrichen, gehämmert, gemalert, gejätet.  Aber erst nach dem Frühstück.

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