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Ei, der Dotter

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Nachts im Balkenzimmer, weit nach Mitternacht. Das Lagerfeuer ist eben niedergebrannt. Im obersten Stockwerk herrscht zwar keine Hochstimmung. Die Zufriedenheit aber ist mit Händen flugs zu erhaschen. In der Ora-Runde häuften sich die Nachrichten und der Applaus:  Projekt erfolgreich abgeschlossen. Oder aber: Steht kurz vor der Vollendung. Der Schwabe sagt: „Nicht geschimpft, ist genug gelobt“. Gerade versuchen sich die Kollegen zu überbieten, wer morgen mehr Päckchen auf den Burgberg hoch geliefert bekommt.

Derweil läuft ein Feldversuch. Ist es möglich, in der Horizontale das Gelbe vom Ei für das frühmorgendliche Morgenlob zu finden? Und das Gedankenexperiment findet unter verschärften Bedingungen statt: Die Augen geschlossen.

Die farbliche Abwägung ist echt extrem schwierig: Gelb bedeutet Leuchten, Strahlen, die Sonne und das Licht. Ebenso deutet Gelb auf Heiterkeit und Optimismus, wie auf einen scharfen Verstand und Intellekt. Behauptet jedenfalls Wiki. Andererseits identifizierten schlaue Leute in der frühen Zeit des Christentums das Gelb mit Tod, Verderben, Irrglauben, Heuchelei und Neid, weil die Theologen Gelb auf das ein „fahle“ (lat. pallidus) Pferd zurückführten, das in der Apokalypse des Johannes (6,8) vorkommt.  Der Papst und Vatikan hat Gelb-Weiß am Flaggenmast, aber Gelb schaffte es anders als Gold nie als liturgische Farbe.

Auf der Neuerburg führt Gelb in der Eierkomponente zum hoch über dem Sportplatz schwebenden Hühnerstall. Dort leben zehn glückliche Hühner. Nachdem sich rausstellte, dass der Hahn – der nie krähte – plötzlich ein Ei legte. Wird zumindest kolportiert. Das Schweigen versaubeutelt theologisch den Anknüpfungspunkt zum tierischen Kollegen, der in Jerusalem dreimal krähte.  Morgen werden wir live erleben, was beim dem Rumeiern in der Horizontalen ausgebrütet worden ist.

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