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Ein klarer Fall von Orange.

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Die Liedauswahl von Martin und Anton changiert zwischen den Siebzigern „Singt dem Herrn … “ (Peter Janssens 1970) und den Neunzigern „Wagt Euch zu den Ufern“ (Gregor Linßen 1990).  Die Gassenhauer führen beim anschließenden Frühstück zu anstößigen Aufstoßen. Können wir heutzutage noch von „Rassen“ unbeschwert singen? Schnell wird gegooglt: Fragt sich das Domradio auch. Lösungsüberlegung: Könnten wir beim nächsten Mal nicht einfach statt „Rassen“ nicht „Sternchen“ singen?

Und bei „Wagt Euch zu den Ufern & stellt euch gegen den Strom“ schmuggelten die Jungs einfach eine andere Liedzeile in die Burgkapelle. Aus „Du bist der, der das Meer zerteilt, …“ wurde „Du bist der, Gesetze schreibt, und schützend uns umgibt“ Interessante Wendung. Kräftig, zumindest so gut es frühmorgendlich die Kehlen es hergeben, wurde die Textinnovation mitgesungen und später die Frechheit der Textänderung zwischen Müsli und Schinkenbrötchen ausgiebig erörtert. Echte Nebenschauplätze neumodischdeutscher Debatten.

Dabei haben Martin und Anton im Morgenimpuls mit dem biblischen Gedanken gezündelt, dass Elija mit Obadja alleine gegen 450 Baal-Priester im Streit um ein Brandopfer angetreten sind. Als Leitfragen geben die jungen Anarchisten ins Tagesgeschäft: „Standet ihr in eurem Leben schonmal ganz alleine mit eurer Meinung gegen viele? Habt ihr nachgegeben oder habt ihr zu eurer Meinung gestanden? Vielleicht gibt es heute eine derartige Situation: Überlegt doch nochmal genauer, ob ihr euch der anderen Meinung anschließen wollt oder ob ihr nicht zu eurer Meinung steht, auch wenn es nicht der einfachste weg ist. Trotzdem sollte das natürlich in übermäßigem Streit ausarten.“

Der Tagesverlauf verläuft, zumindest bislang was allgemein bekannt ist, friedlich und im Kampf mit widerspenstigem Grünzeug, kaputten Elektroleitungen oder Ordnungschef von Neuerburg ziemlich erfolgreich.

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