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Sonntagsmorgen

von Johannes Menze (Kommentare: 0)

Noch liegt der Burghof ruhig und fast menschenleer im Schatten. Gleich wird die Sonne über die Burgmauer rüber hüpfen und kräftig strahlen. Über den Burggraben, der inzwischen mit der Stahlarmierung ausgelegt ist, steigt sie locker drüber.

Gestern Abend nach dem Abendlob gab es die Projektberichte live vor Ort. Es begann mit der Aussichtsplattform auf der Westbastion, wo Nele berichtet, wie sie vom höchsten Punkt der Burg Moose, Efeuranken, aber auch Bäumchen aus der Burgmauer gerupft und die Löcher neu verfugt haben. Eine weitere Station galt dem Spielplatz, wo neue Gelenke für die Schaukel angebracht worden waren. Der Belastungstest verlief positiv.  

Die einen nahmen die Treppe, die anderen die Rutsche ab in den Burghof. Dort präsentierten Helena, Lara und Johanna ihre Bank mit den Getränkehaltern. Sie wird ihren Platz vor dem Eingang unter dem Kreuz finden.

Ein feines Intermezzo bildete dann der Catwalk durchs Burgtor. Übrigens dient eine alte Bank aus der Eßstube als Basis für die Brücke, auf der sich alle mehr oder weniger grazil in die Außenwelt begaben. Ein Teil der Torwächter bleibt bis Montag, bis zur Betonlieferung. Aber alles ist zur Aufnahme präpariert.

Draußen ergeben sich neue Perspektiven auf die Burg. Da strahlen die Fenster des Ostflügels frisch aufgearbeitet und grau lackiert. Einerseits. Auf der anderen Seite leuchtete jetzt das Kreuz. Dank des resoluten Grünschnitts sieht man nun Jesus am Kreuz. Interessanterweise haben sich seine Arme bereits vom Kreuz gelöst. Ein Auferstehungsmoment. Die Spezialisten der Kreuzigungsgruppe könnten verraten, dass nur noch zwei Edelstahlschrauben den Korpus am Kreuz halten.

Auf dem Sportplatz – nächster Projektschritt – bewunderten wir Winfrieds Hüttchen. Frisch in Schwedenrot gestrichen. Sie ist elektrifiziert und bietet viel Raum, sportive Utensilien einbruchssicher zu verstauen. Sofort machten Ausbaupläne die Runde. Man könne ein Kläppchen in die Hütte sägen. Durch die Luke könnte Volker Eis verkaufen. In einem anderen Leben. Die Steinmauern zur Stadt hin präsentieren sich auch im frischen Look. Vom Grüne befreit gibt jetzt viel Platz zum Wachsen und Sprießen der Natur.

Einblicke in die Unterwelt der Zisterne gab es bei der nächsten Station. Diesmal stieß sich niemand der Schaulustigen den Kopf im Höhlenschlund. Am Boden hatten sich bereits erste Wasserpfützen gebildet. Noch glänzen die zweitgestrichenen Stellen. Volker wird nach einer kleinen Trockenzeit dann die Flutung starten.

Nach einem kurzen Seitenblick zur Podestgruppe, deren Einweihung wir bereits gestern mit einem vergnüglichen Anstoßen gefeiert haben, ging es beim Draußen-Ora zum Burg Inside-Projekt. Ohne Tische und Bänke lassen sich die Dimensionen der Eßstube erst so richtig erahnen.  Ungehindert fällt der bewundernde Blick auf die umlaufenden Bänke. Essen und Trinken – sagt das Sprichwort – hält Leib und Seele zusammen. Stimmt, aber ohne Sitzgelegenheit? Oder wenn diese wie in den letzten Jahren zum Abrutschen einlädt? Jetzt gibt es rundum wunderbare, nach allen Regeln der Tischler-Kunst bearbeitete Sitzbänke (Foto).  Danke den fleißigen Holzwürmen!

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