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"Tradition - Kontrast - Gemeinschaft"

von Johannes Menze (Kommentare: 0)

Das war ein Fest, resümmiert Johannes Neuwirth. Das frisch gewählte und jüngste MItglied der ND-Leitung hielt aus dem Stegreif die Laudatio auf Ora&Labora und konnte dabei aus der Erfahrung eines Mitarbeitenden schöpfen. Weitere Reden folgen.

"Verehrte Menschen,

Dank der Gründlichkeit meiner Vorredner kann ich mich getrost der Begrüßung anschließen. 25 Jahre ora et labora, 25 Jahre Burgbeauftragter Bernard Heckenbücker. Zwei ausgezeichnete Gründe zu feiern. Zunächst möchte ich drei Punkte ausführen, die ora et labora im Kern charakterisieren.

Tradition:

Tradition hat einen bitteren Beigeschmack. Wer sich unkritisch der Tradition hingibt, billigt eine gefährliche Gewohnheitshaltung. Tradition muss hinterfragt werden, im ND mache ich mir diesbezüglich aber wenig Sorgen. Ora et labora ist ein Beispiel positiver Tradition, die ein Fundament für diejenigen ist, die ebendiese Tradition tragen. So können auch Besonderheiten geboren werden. Eine Besonderheit, die ich im ND in keiner anderen Veranstaltung so deutlich sehe, ist der

Kontrast:

Ich bin Geisteswissenschaftler. Das schlimmste körperliche Leid, was mir bei meiner Arbeit widerfahren kann, ist ein Schnitt am Kopierpapier, oder Kopfschmerzen bei der Lektüre von Heidegger. Auf der Neuerburg bietet sich mir willkommene Abwechslung; hier konnte ich den Unterschied von Theorie und Praxis, den ich zunächst nur theoretisch kannte, praktisch erfahren. Zuhause bin ich im ora-Teil. Geistiges und Geistliches zu durchdenken ist mir geläufiger, als der Umgang mit Kreissäge, Akkuflex und Wasserwaage. Manchen hier mag es genau gegenteilig ergehen. Die Praktiker unter uns, die inspiriert und inspirierend Projekte anleiten, können im Gebet über Dinge nachdenken, die im Alltag keinen Platz finden und zur inneren, vielleicht auch zur äußeren Ruhe finden. Beide dieser Punkte wären aber nichtig ohne:

Gemeinschaft:

Die Gemeinschaft, welche auf ora et labora herrscht, ruft erst die Tradition hervor. Sie ist es, die den Kontrast fruchtbar macht und durch ein Miteinander und Füreinander uns beim Abarbeiten an den eigenen Grenzen weiterbringt. Wir gestalten gemeinsam den Ort, der uns selbst und viele andere in der Jugend geprägt hat und prägt

Jetzt bleibt mir nur noch danke zu sagen. Dem Mann, ohne den die Burg heute noch so aussähe, wie vor 25 Jahren. Vielen Dank, Bernard, für dein außerordentliches Engagement. Du investierst nicht nur Zeit und Nerven, sondern ermöglichst erst durch deine tiefgreifende Expertise und auch deine materiellen Mittel dieses gesamte Projekt. Danke im Namen der ND-Bundesleitung und außerdem mein ganz persönlicher Respekt.

Heribert Graab, es ist schön, dich wieder in unserer Mitte zu sehen nach deinem wehmütigen Abschied im letzten Jahr, wir freuen uns schon auf den gemeinsamen Gottesdienst.

Volker und Sonja Krump, herzlichen Dank, dass ihr uns Jahr für Jahr in den Alltag der Burg, in euren Alltag aufnehmt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies ein bequemes Unterfangen ist und ich weiß nicht, ob ich das selbst mit dieser Ruhe und Zuversicht könnte. Im Wohnheim hatten wir kürzlich Handwerker wegen eines Wasserproblems und das hat mich bereits an den Rand der Verzweiflung gebracht.

Danke.

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